Es gibt leute, die möchten niemals ein behindertes Kind auf die Welt bringen und eine Pränataldignostik machen lassen, womit Chromosomenschäden geprüft werden.
Was denkt ihr darüber? Stellt euch vor, eure Freundin/Frau oder ihr selbst erfahrt, dass euer Kind einen Schaden haben wird. Ihr erkennt das schon beim Ultraschall oder an einem Test. Würdet ihr das Kind trotzdem auf die Welt kommen lassen wollen? Würdet ihr das Kind abtreiben lassen? Würdet ihr überhaupt den Wunsch gegenüber des Partners äußern?
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Mimi123 hat geschrieben:
Was denkt ihr darüber? Stellt euch vor, eure Freundin/Frau oder ihr selbst erfahrt, dass euer Kind einen Schaden haben wird. Ihr erkennt das schon beim Ultraschall oder an einem Test. Würdet ihr das Kind trotzdem auf die Welt kommen lassen wollen?
Man hat das Kind bewusst gezeugt, also hat man dafür auch Verantwortung zu übernehmen, ob behindert oder nicht spielt keine Rolle. Ob das Kind mit dieser Behinderung leben kann, ist eine andere Sache. Aufjedenfall hat man für das "neue Leben" die Verantwortung zu tragen.
Mimi123 hat geschrieben:
Würdet ihr das Kind abtreiben lassen?
Auf gar keinen Fall. Jedenfalls nicht in der Situation, dass beide Partner das Kind bewusst gezeugt haben. Generell bin ich kein Freund der Abtreibung, wie gesagt, nicht in dieser Situation bzw. in diesem Beispiel.
Mimi123 hat geschrieben:
Würdet ihr überhaupt den Wunsch gegenüber des Partners äußern?
Die Frage habe ich jetzt nicht ganz verstanden. Könntest du noch näher darauf eingehen? Wie gesagt, ich will kein behindertes Kind haben, aber wenn es passiert, dann würde ich es akzeptieren. Generell würde ich mein Kind bzw. meine Kinder immer lieben, egal ob sie behindert sind oder nicht.
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Ich bin ehrlich. Ich möchte kein Kind mit Behinderung haben. Ich achte Menschen mit Behinderungen zwar, aber ich könnte damit nicht richtig umgehen, was ich schon an meinen behinderten Cousin merke. Es wird schnell daher geredet, dass man sein Kind immer lieben und schützen würde, doch viele wissen doch gar nicht worauf sie sich einlassen. Aber Abtreiben wegen einer Behinderung? Ich weiss ich hätte es schwer mit einen behinderten Kind, aber Abtreibung ist in meinen Augen Mord. Also letztendlich wäre das für mich eine Gewissenskrise.
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Man hat das Kind bewusst gezeugt, also hat man dafür auch Verantwortung zu übernehmen, ob behindert oder nicht spielt keine Rolle. Ob das Kind mit dieser Behinderung leben kann, ist eine andere Sache. Aufjedenfall hat man für das "neue Leben" die Verantwortung zu tragen.
Ja, doch man wollte es eigentlich bewusst "normal" zeugen. Wie fühlt sich das Kind selbst, wenn es groß wird? Ist das Leben für das Kind den anderen gegenüber leichter oder schwerer oder genauso "normal"? Fällt es der Familie leicht, ein behindertes Kind zu haben? Welche Lasten sind damit verbunden? Ein behindertes Kind braucht viel Pflege und - wenn es blöd läuft - eine Fahrgemeinschaft auf Bestellung, Tabletten usw. Damit würde man eigentlich dem Staat zu Lasten fallen und die Familie muss rundumpflege machen.
Agito hat geschrieben:
Ich bin ehrlich. Ich möchte kein Kind mit Behinderung haben. Ich achte Menschen mit Behinderungen zwar, aber ich könnte damit nicht richtig umgehen, was ich schon an meinen behinderten Cousin merke. Es wird schnell daher geredet, dass man sein Kind immer lieben und schützen würde, doch viele wissen doch gar nicht worauf sie sich einlassen. Aber Abtreiben wegen einer Behinderung? Ich weiss ich hätte es schwer mit einen behinderten Kind, aber Abtreibung ist in meinen Augen Mord. Also letztendlich wäre das für mich eine Gewissenskrise.
Das mit dem Mord stimmt schon. Mir würde das bestimmt auch Gewissenbisse geben, aber dennoch: Möchtest du dem Kind ein schweres Leben geben oder der Familie? Ohne einen Mord zu begehen, könnte man das Kind nach der Geburt "abgeben". Jedoch finde ich es an dieser Stelle dumm, da das Kind ab diesem Moment schon "existiert" und vollkommen die Welt erblickt hat. Und es wäre ziemlich mies, wenn man später dann erfährt, dass die wirklichen Eltern einen weggeben haben wegen der Behinderung. Am Ende bringt sich der Mensch dann noch selber um, weil nichtmal die Eltern stolz auf einen waren.
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PID ist in meinen Augen gezielte Selektion (=Auslese) des Menschens. Anschließend spielt man Gott und tötet die übrig gebliebenen "Zellhäufchen". -> Eiskalter Mord bzw entscheidet man was überleben darf und was nicht. So könnte eine Frau sagen "Mein Kind soll blonde Haare haben, blaue Augen, 1,75 Meter groß sein, Gewicht von 60 kg haben, sportlich veranlagt sein, besser in Mathe als in Deutsch sein ..... etc. Ist DAS moralisch richtig? Ich möchte zwar auch kein behindertes Kind, aber sollte ich eins bekommen, werde ich mich natürlich um dieses kümmern! Sollte meine Frau nicht in der LAge sein muss es adoptiert werden. Den Abtreibung ist auch Mord und das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.
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Also, ich bin ja selbst behindert, daher sollte ich das ja wissen. Ja, richtig gehört - ich bin behindert, autistisch. Das ist eine Krankheit, die im Extremfall bewirkt, dass die betroffene Person keine Gefühle erkennen kann, keinen Scham hat, motorische Schäden hat, selbst keine auf andere Menschen bezogene Gefühle empfinden kann und damit auch absolut kein Sozialleben hat. Eine sehr, sehr grausame Krankheit also, für alle Angehörigen und auch für den/die Betroffene(n) selbst. Ich selbst habe nur sehr leichten - aber dennoch, ich habe Autismus. Und ihr könnt euch vorstellen, wie mist das sein kann, damit zu leben - denn ich habe damit sprech- und wie gesagt motorikschwierigkeiten(auch wenn man es mir nicht so ansieht - ich hab ja im internet genug zeit zum Schreiben).
Also, ganz ehrlich - ich bin stark gegen Abtreibungen, weil ich es genau wie michi als Mord empfinde. Allerdings, wenn ich wüsste, dass mein Kind stark autistisch sein wird, dann würde ich es abtreiben. Denn das ist vor allem für den betroffenen selbst um einiges schlimmer als der tod.
Außer natürlich, es würde eine Möglichkeit entdeckt werden, Autismus zu heilen. Dann natürlich nicht. Denn wie gesagt - ich bin stark gegen abtreibung.
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Wenn Eltern ihr behindertes Kind abtreiben und wieder ein Neues Zeugen, dann stellen sie sich doch die ganze Zeit an der Stelle ihres Zweitkindes ihr Erstkind im Rollstuhl vor, wie es dasitzt und jaulend vor sich hinkichert, machen sich Vorwürfe, dass sie ein Menschenleben zerstört haben, und verpatzen im Endeffekt die Erziehung des Zweitkindes.
Egal wie schwierig es das behinderte Kind später vielleicht haben wird, es wird Dinge sehen, Erfahrungen sammeln, glücklich sein, aber natürlich auch leiden. Jeder hat es verdient, den vollen Umfang des Lebens zu geniessen.
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